Ein ganz normaler Montag-Morgen

Wow.
Da stehe ich morgens für die Arbeit auf (Urlaub ist leider schon rum), mache mir nen Kaffee und Threads auf – und meine TL explodiert fast vor KI-Gülle.

„Wie sieht ‚chatty‘ mich?“ – wieder so ein dummer „KI-Trend“ der Boomer. Blocked.
Linke, die denken, sie würden etwas gegen den Faschismus tun, indem sie KI-Bildchen zu irgendwelchen Themen posten mit antifaschistischen Botschaften drauf. Blocked.
Rechte, die denken, sie würden es „den Linken“ zeigen, indem sie Alice Weidel zu einer Wal-rettenden Wonder-Woman sloppen, im Hintergrund läuft „Er hat sich das nicht ausgesucht 2.0“ mit der typischen „KI-Helene-Fischer“-Stimme. Blocked.
Und natürlich Geil-Günther Nummer 653423432, der bei „Bin_kein_bot_barbara_010101_404Error“ lobend kommentiert, dass ihm ihre 6 Finger und ihre 4 Brüste sehr gefallen und hier ist seine Handynummer.

Ein typischer Montag also.

Ich gähne, während ich frustriert feststelle, dass sich zwischen all der Blockerei von genKI-Zombies eine Fruchtfliege in meinem noch halbvollen Kaffee ertränkt hat. Mit einer Mischung aus Wut (mein schöner Kaffee!) und Verständnis mit der Fruchtfliege (Es gibt Montage, da will ich das auch tun; Mich in Kaffee ertränken) leere ich meine Tasse in den Abfluss. Mir tut es leid, aber ich KANN nicht einfach die Fruchtfliege rauslöffeln und weitertrinken – mein Hirn lässt mich nicht und ekelt sich.

Und so mache ich mir einen neuen Kaffee. Während die Maschine geräuschvoll eine weitere Handvoll Kaffeebohnen in ein Heißgetränk umwandelt, welches ich nur mit viel Milch und Zucker trinke, schaue ich auf die Uhr. Es ist 4:32 Uhr. Draußen ist es dunkel, ich sehe also nicht, welches Wetter wir haben. Gestern hat es geregnet. Also schaue ich auf Google nach dem heutigen Wetterbericht und packe vorsorglich einen Regenschirm in meinen Rucksack. Mit Mundwinkeln, die noch weiter nach unten zeigen könnten als die von Merkel und Thaddäus Tentakel zusammen, gehe ich lustlos zurück zum Rechner und schreibe ein paar Mails, die noch raus müssen, bevor ich zur Arbeit fahre. Die hätten schon gestern raus gemusst, aber da war ich absolut unproduktiv.

Dann setze ich mich hin und schreibe diesen kleinen Post hier in meinem Blog. Ohne Anlass oder Grund. Einfach aus einem Anreiz heraus, diesen Morgen in Worte zu fassen.

Es ist inzwischen 5:01 Uhr. Ich werde den Post jetzt bloggen. Dann werde ich mir Klamotten überwerfen und mich für die Arbeit richten.

Cheers.