Juni 4, 2026

God of War Laufey – Warum das Gejammer der Männer mehr als peinlich ist

Die Antiwokes haben es wieder getan. Sie haben mal wieder die fragilen Männertränen entfesselt. Warum? Wegen dem angekündigten neuen Ableger der God of War Reihe.

Für alle, die es nicht mitbekommen haben, hier eine kurze Zusammenfassung der Gamestar: Gamestar zu Laufey

Kurz und knapp: GoW bekommt einen neuen Teil. Dieser spielt zeitlich zwischen dem 2018er Teil und Ragnarök (bzw. parallel). Und man spielt nicht Kratos, sondern dessen tote Ehefrau Fey im Totenreich der Götter. Eine durchaus spannende Prämisse, wie ich finde. Denn so lernt man nicht nur mehr über Fey kennen, welche zuletzt zwar in Ragnarök mehr Screentime bekam, aber dennoch ziemlich mysteriös bleibt, sondern wahrscheinlich auch über den grimmigen Kratos selbst – aus Feys Perspektive, etwa in ihren Erinnerungen und Rückblenden. Man könnte erfahren, wie Kratos zu seiner neuen Liebe gefunden hat.

Aber statt sich über solche Chancen zu freuen, wie es ein echter Fan tun würde, entbrennen ungefickte Incels und Loser in der Leidenschaft, ihren Frauenhass auszuleben. Sie schimpfen das Game woke (natürlich), weil a) man spielt eine Frau und b) sie sieht NATÜRLICH aus und nicht wie eine Goonfantasie.

Das hatten wir ja schon bei The Witcher 4 und Ciri und jetzt ist es nicht anders. Und die „Argumente“ der Incels sind auch hier dieselben – und ergeben ebenso wenig Sinn.

Das ist kein „The Witcher“/“God of War“ mehr!

„The Witcher, das ist Geralt“ – das brüllten die Opfer bei The Witcher 4 gegen Ciri. Das war schon da falsch und ist es bei God of War ebenso. In der Witcher-Reihe ist Geralt zwar ein zentraler Charakter, aber er ist nicht der Hexer. Er ist ein Hexer. Teil einer Kaste. Und schon die Bücher drehen ihren Fokus mit jedem Band mehr von Geralt ab, hin zu Ciri. Ciri als neue zentrale Rolle ist keine – wie es die Incels gern behaupten – politische Agenda, keine Fiktion von CD Projekt. Es ist das, was schon der Schöpfer der Reihe selbst in seinen Büchern erarbeitet und angedeutet hat. (Achtung Spoiler)

Bücher-Geralt

In den Büchern STIRBT Gerald im letzten Band sogar. Es sind die Spiele, die ihn „wiederbeleben“ für die Trilogie. Und nun endet seine Reise auch in dieser Lore.

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Und bei God of War erleben wir eine ähnliche Entwicklung. Schon im 2018er Teil der Reihe ist Kratos nicht mehr der Gott des Krieges. Er will das auch gar nicht mehr sein. Er will nur seinen Sohn großziehen und seine Ruhe. Ragnarök verdeutlicht diese Rolle im Verlauf der Story noch mehr und am Ende ist Kratos‘ Reise abgeschlossen. Nun spielt man eben Fey.

Und dass das Spiel trotzdem God of War heißt hat weniger damit zu tun, dass man unbedingt den Kriegsgott spielt, als dass es in derselben Welt und Lore spielt. Assassins Creed heißt ja auch weiterhin so, obwohl man nicht mehr Altair oder Ezio spielt. Man spielt die Frau von Kratos und erlebt eine Story, die sogar zur selben Zeit spielt. Und erfährt – wahrscheinlich – auch mehr über den eigentlichen Main-Char, Kratos, selbst. Nur aus einer anderen Perspektive.

 

Das ist eine Agenda!!!

Die berühmte Woke-Agenda wird von den Incels und Antiwokes immer wieder in den Raum geworfen. Eigentlich immer dann, wenn in einem Spiel Frauen und/oder diverse Charaktere auch nur existieren. Diese Leute sind so versteift und verzweifelt auf der Suche nach Spuren einer Wokeness, dass sogar das neue 007: First Light jetzt woke ist, weil darin PoC vorkommen. Ausgerechnet die Leute, die immer wieder brüllen „Haltet Politik raus aus unseren Games!“ sind es, die bei nahezu jeder Gelegenheit selbst ein Politikum daraus machen.

Nein, es ist keine Agenda. Es ist einfach die Weiterentwicklung einer Geschichte. Natürlich könnte man GoW auch mit Atreus weiterführen. Aber: Hier hätte man bezüglich der Story gewisse Einschränkungen: Man müsste im Endeffekt zwangsläufig nach Ragnarök weitermachen und eine komplett neue Geschichte aufbauen. Wenn man aber die vorhandene Geschichte erweitern will – eben um eine neue Perspektive – dann ist Fey die logische Wahl. Ohne sie gäbe es Atreus nicht. Wie schon oben geschrieben, aus erzählerischer Sicht bieten sich hier wirklich geniale Möglichkeiten einen völlig neuen Blickwinkel auf Kratos zu bekommen – aus den Augen einer anderen Person, wie diese ihn erlebt. Wie diese ihn lieben lernt. Und man erfährt, was Fey im Totenreich widerfährt. Es bietet sich sogar die Möglichkeit, dass sie aus dem Totenreich entkommt, zu Kratos und Atreus zurückkehrt – und dann setzt da ein künftiger neuer Teil an, in welchem man dann wieder Kratos spielt, der nun seine Familie wieder zurückhat.

Fest steht aber: NIEMAND von uns weiß, was die Devs noch vorhaben. NIEMAND von uns kennt das vollständige Spiel jetzt schon. Es jetzt nur aufgrund von Feys Geschlecht abzuwerten ist dumm und misogyn. Komischerweise hat niemand sich darüber beschwert, dass im nächsten Control nicht mehr Jesse die Hauptrolle hat, sondern ihr Bruder. Sobald eine Frau durch einen Mann ersetzt wird, ist es wohl fein. Aber sobald es einen weiblichen Main-Char geben soll, ist das schlimm – siehe auch Ghost of Yotei. Ebenso bezeichnend ist es, dass diese Männer auch nur bei einem bestimmten TYP Frau heulen: Nämlich Frauen, die nicht einem gewissen, übersexualisierten, Bild entsprechen. Sobald Brüste und Arsch nicht ausgeprägt genug sind, wird geheult.

Es geht denen nicht wirklich um Politik – Die Wahrheit ist simpel: Incels hassen Frauen. Sie wollen diese entweder gar nicht spielen, oder nur dann, wenn sie diese sexualisieren können. Wenn sie die kranke Fantasie der Männer bedient. Das beweisen auch solche Bilder, wie sie von den Sockenbefruchtern immer wieder zu Games mit weiblichem Main-Char verbreitet werden:

 

 

Nein, Leute, dieses Bild habe nicht ich erstellt, das wurde wirklich so von Incels ins Netz gestellt. die „Gamer“, welche sie hier meinen sind natürlich Männer – bzw. Incels.

Fazit

Das neue God of War Game ist in meinen Augen eine spannende Ergänzung der Story und ich bin gespannt, wie sie diese Geschichte umsetzen. Das bisher gezeigte Gameplay sieht auf jeden Fall sehr cool aus.

Cheers

Euer Beriel