Kategorie: Blog

Greta Thunberg – Das Mädchen, dass die Welt bewegt

Hallöchen, liebe Leser!

Immer wieder gibt es gewisse Themen und Leute, die die Menschheit bewegen bzw. erregen (letzteres ist nicht sexuell gemeint, ihr Ferkel).

Ein solcher Mensch ist Greta Thunberg. Und womit bewegt sie die Welt?  Durch ihre Handlungen und Aussagen bzgl. Klimaschutz
Man mag von Greta selbst halten, was man will. Mir persönlich ist es auch ein Dorn im Auge, dass dieses 16-jährige Mädchen medial so fokussiert wird. Denn ganz offensichtlich stehen hinter dem jungen Mädchen zahlreiche Köpfe, die hier auch offensichtlich Geld wittern. Das zeigt sich bereits darin, dass es sogar BÜCHER zu dem Thema gibt. 

Wie bezahlt sie die Segelfahrt nach Amerika? Durch Sponsoren, das ist klar. 

Versteht mich nicht falsch – ich finde es super, dass Greta sich für das Klima einsetzt. Das Thema ist extrem wichtig. Wir richten unseren Planeten zu Grunde. Doch ob Gretas Weg der richtige ist? 

Aber was nicht in Ordnung geht, sind die Reaktionen zahlreicher Menschen. 

Beispiele gefällig?

Die Facebook-Seite von Wetter.com postete folgenden Beitrag:

Unter dem Beitrag gab es – bis Wetter.com moderiert hat – unfassbar viele Beleidigungen, Hass, Häme und Todeswünsche. Erwachsene Menschen –  unter denen einige sogar laut Profil selbst Eltern sind – wünschten einem 16-jährigen Mädchen den Tod auf See

Unter anderen Beiträgen zu dem Thema wurde sich gewünscht, dass Greta 

  • vergewaltigt wird
  • sich selbst umbringt
  • an Krankheiten stirbt
  • ermordet wird

Wetter.com reagierte mit folgendem Kommentar:

 

Die Reaktionen darauf: Gejammer und Geschrei, dass die Seitenbetreiber etwas gegen die „Meinungsfreiheit hätten“. Die Seite wurde mit der „Stasi“ verglichen. 

Ich frage euch: Seit wann sind Morddrohungen, Todeswünsche und Beleidigungen eine MEINUNG? Ihr beruft euch auf Meinungsfreiheit, die keine ist, während ihr Greta mit eurer „Meinung“ den Tod wünscht, weil sie ihre eigene MEINUNG äußert. Warum hat  denn Greta kein Recht auf MEINUNGSFREIHEIT?!

Ist DAS hier

also eine MEINUNG (Ich beziehe mich auf Lügen-Lutz und seine Hashtags) für euch?

Oder DAS HIER?

ich sage: Das, was Leute wie Lutz Bachmann und andere Hetzer wollen, ist KEINE MeinungsFREIHEIT. Denn jede Meinung, die nicht ihrer eigenen Weltansicht entspricht wird wie in obigen Screenshots behandelt. Nur die eigene „Meinung“ und Weltanschauung wird toleriert und akzeptiert. 

Und ich frage euch, werte Hetzer und Hasser – was hat Greta getan, um sich euren Hass zu verdienen?

Sie hat gestreikt und sich für Klimaschutz ausgesprochen. Sie hat ihre Gedanken geäußert – die sich mit den Gedanken vieler junger Menschen decken – und dabei eine gewisse Bekanntheit erlangt. Klar wird das Thema medial ausgeschlachtet. Klar profitieren die Eltern und einige Konzerne von dem Thema. Aber dafür ein 16-Jähriges Mädchen so anzugehen ist nicht in Ordnung!

Folgende Fragen habe ich an euch:

  • Hat Greta euch etwas weggenommen?
  • Hat Greta euch persönlich beleidigt oder euch den Tod gewünscht?
  • Hat Greta jemanden von euch körperlich angegriffen und verletzt?
  • Könnt ihr eine einzige dieser Fragen mit JA beantworten?

Denkt mal darüber nach. Es gibt keinen Grund, solche widerwärtigen Aussagen zu treffen, wie sie teilweise getroffen werden, wenn auch nur Gretas Name fällt.

Was meine Meinung zu dem Thema ist? 

Ich habe sie eigentlich ja bereits angedeutet – ich halte nichts von dem Hype um das Kind. Aber: Ich teile ihr Ziel. Der Klimaschutz ist ein Thema, welches uns alle angeht. Es geht um unsere Zukunft. Und das ist ein wichtiges Thema. Greta hat damit recht, dass wir umdenken müssen. Dabei ist es völlig egal, wer oder was nun von dem Hype um Greta profitiert. Wir müssen Greta nicht hypen. Ihr müsst Greta nicht anbeten, verehren, geschweige denn MÖGEN. Ihr könnt und dürft ihre Meinung ruhig ablehnen – das ist der Aspekt der MeinungsFREIHEIT. Aber eben OHNE Beleidigungen und Todeswünsche. Sachliche Meinungen sind legitim und haben eine Daseins-Berechtigung. Aber Aussagen wie die von Lügen-Lutz – der im übrigen selbst nichts auf die Reihe kriegt, als auf Kosten der Spenden seiner Anhänger zu leben – sind keine Meinung und gehören auf den Müll. 

 

Fallout 76 – ein Drama mit Happy End?

Hallöchen, werte Leser/innen!

Die Welt der Spieleentwicklung ist ein Abenteuer. Und wie jedes Abenteuer, birgt auch dieses Abenteuer große Gefahren.

Eine der größten Gefahren für einen Entwickler ist das eigene Ego. Insbesondere dann, wenn dieses Ego den Entwickler dazu verlockt, eine Idee für ein Projekt nicht zu Ende zu denken und die Umsetzung fast oder ganz in den Sand zu setzen.

Dabei entstehen leider selten gute Egoshooter (Sorry, der musste sein). 
Was für Desaster dabei rauskommen können, sieht man jährlich im Netz. Spiele, die einfach nur Murks sind. 

Dabei gibt es viele Gründe dafür, WARUM diese Spiele Murks sind. Bei No Mans Sky zum Beispiel waren es die überschwänglichen Versprechungen des Entwicklers, welche nur teilweise eingehalten wurden.

 

Auch Fallout 76 gehört zu den Ego-Games. Dieses Spiel hat beinahe die ansonsten beliebte Fallout-Reihe zu Grabe getragen.  Die Gründe hierfür sind vielfältig. 
Technische Mängel, veraltete Grafik, Bugs, Fehlende NPCs und vieles mehr sorgten für Unmut bei der Spielerschaft. 

Mittlerweile hat sich durch Updates einiges getan, aber es fehlt immer noch vieles, um den geschädigten Ruf wieder zu bessern.

Bethesda gibt sich nun tatsächlich Mühe.

Aber…

Trotz aller Kritik und Bedenken habe ich vor einigen Monaten dann doch den Entschluss gefasst, dem Spiel eine Chance zu geben und habe seitdem einige Stunden in West Virginia verbracht. 

Und meine Erfahrungen mit dem Spiel waren bisher – ich muss leider sagen überraschenderweise – positiv. 

Ich habe Quests erledigt und erkundet, habe mir eine kleine Basis gebaut und bin auch Spielern begegnet. Und auch wenn ich bisher zu 99% der Zeit Solo unterwegs bin, ohne Gruppe, habe ich dennoch Spaß. Und meine bisherigen Kontakte mit anderen Spielern waren – trotz aktivem PvP – durchgehend freundlich. Mal hat man sich einfach nur per Emotes gegrüßt, dann half man sich gegenseitig aus der Patsche bei einem Monsterangriff und manche Spieler gaben mir sogar Waffen und Loot – ohne eine Gegenleistung zu wollen, einfach nur so. 

Angegriffen wurde ich bisher nur ein einziges Mal – und der Angreifer ließ schnell ab, als er merkte, dass ich das Feuer nicht erwiderte. Ansonsten hat mich noch ein Spieler einmal angeschossen, weil ich ihn übersehen hatte und er mir Loot hingelegt hatte, den ich nicht sah. 

Ich musste bei der ein oder anderen Quest sogar schmunzeln, weil diese doch ganz witzig war und hatte auch Spaß daran, die Gegend zu erforschen. 

Bugs begegnen mir zwar hin und wieder, aber diese waren zum Glück nicht wirklich schlimm – glitchende NPCs oder mal eine flackernde Textur, mehr passierte nicht.

Ich will F76 natürlich nicht in den Himmel loben – die Kritik ist durchaus berechtigt. An sich hätte das Spiel vor dem Release noch ein paar Monate Entwicklungszeit und eine längere BETA gebraucht. Das hätte einiges an Frust vermieden. Doch ich bin mir sicher, dass Bethesda daraus gelernt hat. Was die Zukunft bringen wird, muss sich zeigen. Aber ich warte gespannt ab und spiele bis dahin weiter.

Habt ihr Fallout 76 gespielt oder spielt es noch? Schreibt mir gerne eure Meinung in die Kommentare!

Euer

Beriel

Warum ich den neuen Edeka-Werbespot lustig finde

Guten Morgen, liebe Leser/innen!

Der Eine oder Andere dürfte den neuen Werbespot von Edeka gesehen haben. Wer ihn nicht gesehen hat, möge ihn vor dem Lesen dieses Beitrages anschauen, damit er bzw. sie weiß, um was es konkret geht. Zur Erleichterung dessen folgt hier der Werbespot:

*Hinweis: Ich wurde nicht für das Einbinden bezahlt. Das nur, damit ich nicht vom Verbraucherschutz als potenzieller „Influencer“ wegen nichtmarkierter „Werbung“ verklagt werde. 😀 *

So. Gesehen? Sehr schön! Und? Darüber gelacht oder zumindest geschmunzelt? Gut, dann geht es dir, lieber Leser oder liebe Leserin, wie mir. Wir haben etwas gemeinsam! Wir haben Humor. Wir nehmen uns selbst auch nicht zu ernst. 

Ein Großteil der Leute jedoch, die den Spot sehen – Großteil bezieht sich dabei auf die Vielzahl der Kommentare unter dem Video und in den sozialen Medien, sowie die Likes bzw. Dislikes – regt sich fürchterlich über die Werbung auf. Auf Twitter wurde gar der Hashtag #BoykottEdeka „ins Leben gerufen“. Angemerkt sei hierbei, dass die meisten Schreihälse männlich sind. 

Ich war heute Morgen bei meinem morgendlichen Kaffee ein wenig in den Kommentaren und Tweets dazu unterwegs, einfach nur, weil ich den Verlauf dazu sehr interessant finde. Dabei habe ich mir auch zahlreiche Profile der – wie schon erwähnt, meist männlichen – Leute angeschaut, die sich negativ – teilweise sogar sehr beleidigend und aggressiv – zu dem Spot geäußert haben. 

Einer der FB-Schreihälse dazu war mir auch persönlich bekannt. Dieser war früher in meinem Battlefield-3-Clan, wurde aber damals von mir aus dem Clan geworfen. Warum? Wegen Sexismus. Als sich eine junge Frau bei uns gemeldet hatte, weil sie mit uns spielen wollte, fielen von ihm Wortlaute im Teamspeak wie „Was will eine Tusse in unserem Clan? Die soll lieber in der Küche sein und mir ein Sandwich machen.“ Oder „Ich revive sie nur gegen einen BJ“. Und jetzt schreit ER auf Facebook herum, der Werbespot sei männerfeindlich und sexistisch. Genau mein Humor. 

Ich liebe meinen Vater. Für mich ist er der Beste. Er hat sich stets bemüht. Ja, er hat Fehler gemacht, so wie jeder von uns welche macht. Aber dann hat er auch vieles richtig gemacht. Er hat mich immer unterstützt, ganz gleich, wie absurd meine Ideen waren. 
Und dennoch kann ich über die Werbung herzlich lachen. Warum? Weil es einfach eine überspitzte, fast schon satirische Werbung ist. Man darf den Spruch am Ende einfach nicht ernst nehmen.

Man muss den Spot ja nicht unbedingt lustig finden. Meinungen sind unterschiedlich. Das ist okay. Was nicht okay ist, sind die zahlreichen Beleidigungen und Aggressiven Reaktionen. 

Aber die Reaktionen im Gesamten zeigen einfach, wie humorlos viele geworden sind.

Euer

Beriel

Follow4Follow, Follower-Kauf und Bots: Wie wir Streamer uns kaputt-faken

Moin, liebe Leser/innen!

Heute wieder mal etwas neues von mir im Blog. Mir ist nämlich ein Thema aufgefallen, welches mir doch Bauchschmerzen bereitet.

Auf Twitter wurde ich nämlich neulich per privater Nachricht angeschrieben. Von einem anderen User, der auf twtich.tv streamt und ähnlich wenige Follower auf Twitter hat wie ich. Die Nachricht war eigentlich nur Werbung für seinen Kanal, ich möge doch reinschauen. 

Interessant war für mich jedoch besonders der letzte Satz, in welchem er mir anbot, mir zu folgen, wenn ich diesen Gefallen erwidern würde – sprich, ihm folgen würde. 

Ich lehnte höflich ab. Darauf blockierte er mich auf Twitter übrigens.

Und das führt mich zu einem Punkt, der mir schon eine Weile aufgefallen ist: Die Pestilenz des „F4F“ und anderer Methoden, um seine Reichweite in sozialen Medien künstlich zu erhöhen. Und mein Hirn setzte den Gedanken in Gang, welcher sich hier zu einem viel zu langen Blog-Post manifestiert. 

Es geht darum, warum diese ganzen Methoden in meinen Augen eher Pestilenz und Gift für Streamer sind. 

Doch zuerst eine kleine Info zu den mir bekannten Methoden, für Leute, die sich nicht auskennen:

Follow 4 Follow
Im Grunde geht es hierbei ganz einfach darum, sich gegenseitig in den sozialen Medien zu folgen. Sprich: Jeder erhält dadurch quasi einen Follower mehr. Die Hoffnung hier ist dann, dass die anderen Follower des gefolgten in die Liste der Leute schauen, denen derjenige folgt, einen entdecken und dann auch hier zu Followern werden – Quasi ein Austausch der Fans untereinander. Außerdem geht der Counter der Follower hoch, was gerade bei Influencern dazu beiträgt, dass man für Firmen als Werbemaskottchen interessant wird. Für Streamer jedoch hat dies meiner Meinung nach keinerlei realistischen Nutzen – denn nur in den seltensten Fällen wird der neue „Follower“, mit dem man den F4F-Deal gemacht hat, in den eigenen Stream schauen, bzw. überhaupt Interesse an einer Fan-Streamer-Interaktion haben. Somit entsteht hierbei kaum ein realer Zuwachs an wirklichen Zuschauern, die man ja als Streamer eigentlich möchte.

Follower/Kommentare/Likes kaufen
Es gibt im Netz mittlerweile zahlreiche Webseiten und sogar FIRMEN, welche gegen Bezahlung anbieten, deine Seiten auf FB zu liken, Beiträge zu kommentieren und zu liken, dir auf Twitter zu folgen oder für 10 Minuten deinen Stream mit Zuschauern zu füllen. 
Dies sorgt dann für eine größere Reichweite, zumindest für den Moment. Das Problem hierbei: Im Endeffekt kein bleibender Effekt. Man zahlt hohe Beträge für eine Luftnummer. Denn die gekauften Kommentare sind meist schnell als solche durchschaut, da sich die Kommentatoren wenig Mühe geben, das Fake-Profil hinter dem Kommentar lebendig wirken zu lassen – Profilbilder aus dem Netz, keine Freunde, keine sonstigen Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken. 

Die Views für einige Minuten reichen nicht aus, um damit wirklich Geld auf twitch machen zu können, die gekauften Follower und Likes schauen nie wirklich rein und oft genug wird man dann von twitch noch gesperrt, wenn man auffliegt, da twitch solche Methoden gar nicht gerne sieht.

Und dennoch greifen viele Streamer auf solche Methoden zurück, was ich nicht gut finde. Denn es schadet im Endeffekt nicht nur denen, die solche Mittel nutzen – es schadet dem Ansehen jedes kleinen bis mittelmäßig erfolgreichen Streamers. Denn wenn reale Zuschauer erst einmal nach dem Einschalten Zweifel hegen, ob die anderen im Stream befindlichen Zuschauer echt sind und dann ggf. wegschalten, hat niemand etwas davon. Ihr wollt doch alle, dass die Zuschauer euch zusehen und mit euch reden – ihr wollt unterhalten. Was bringen euch künstliche Zuschauer? Gekaufte Viewer chatten nicht mit euch – sie interessieren sich nicht für eure Games und eure Themen. Ihr seid damit genauso Fake wie die Bilder der ganzen Influencer (welche ich sowieso nicht ernst nehme und nicht als Berufsbild sehe). 

Seid echt. Seid authentisch. Dann kommen die echten Zuschauer auch von alleine. Wenn ihr interessant seid, dann folgen euch auch Leute. Nur wer langweilig ist, braucht Fakes. 

Denkt darüber nach.

Euer Beriel

Eine Erinnerung – Forenrollenspiele

Hallöchen, liebe Leser!

Der Begriff im Thema mag bei den meisten von euch ein großes Fragezeichen über den Köpfen verursachen – und das, ohne dass ihr eine Nebenquest zu vergeben hättet. Die Verwirrung wird aber im Laufe dieses kleinen Posts legen, dafür stehe ich mit meinem Namen. 

Was sind „Forenrollenspiele“?

Die Nerds unter euch dürften nun Schnappatmung bekommen – Rollenspiele und Foren in einem Wort! Für die anderen folgt hier eine Erklärung beider Begriffe.

Foren dürften die meisten von euch kennen. Diskussionsplattformen im Internet, in welchen man – nach Themen sortiert – Diskussionen starten bzw. darauf reagieren. (Achtung: Werbung! Ich habe hier auch ein Forum eingerichtet, schaut mal rein). 

Rollenspiele unterdessen sind vielseitig. Dabei meine ich nicht einmal die mit sexuellem Hintergrund. Rollenspiele werden dadurch definiert, dass man in eine Rolle schlüpft und sich damit identifiziert. Die Form dabei ist egal – ob in einem Videospiel (Gothic, Risen, The Witcher, etc.), LARP (Live Action Roleplay, quasi Cosplay in cooler 😛 ) oder Pen &Paper (Stift, Papier, Würfel; Dungeons & Dragons ist da der Urvater). 

Auf letzterem – also Pen & Paper – basieren Forenrollenspiele. Sprich: Das jeweilige Forum legt das Thema und die Welt fest, in welcher ihr euch bewegt. Ihr denkt euch einen Charakter aus – meist in Form eines Charaktebogens im Forum – und spielt diesen. 

Wie spielt man?

Im Grunde ist ein FRPG nichts anderes als ein „Interaktives Buch“, welches alle Beteiligten gemeinsam – jeweils aus Sicht des eigenen Charakters – schreiben. 

Beispiel:

Spieler A spielt einen Barden auf Reisen. Spieler A erstellt nun seinen ersten Spielpost, in welchem er beschreibt, was sein Charakter gerade tut: Ein Lied in der Taverne anstimmen. 

Spieler B befindet sich mit seinem Charakter zur Zeit auch in der besagten Taverne und beschließt, mit Spieler A zu interagieren. Also schreibt er einen Post, wie sein Charakter dem Charakter von A ein paar Münzen in den Hut wirft.

Nun kann Spieler A entscheiden, wie er darauf reagiert. Daraus entwickelt sich dann die weitere Handlung. Wenn er z.B. schreibt, wie sein Charakter sich für die Münzen bedankt und ein Gespräch einleitet, kann daraus sogar eine Freundschaft der Charaktere entstehen. Wenn sich dann noch weitere Spieler einklinken, fängt der Spaß erst richtig los. 

Ich habe vor einigen Jahren sehr aktiv an einigen tollen Rollenspielen teilgenommen und teilweise auch selbst welche aufgebaut, welche allerdings nur mäßigen Erfolg hatten. 

Es gab damals sogar eine regelrechte Blütezeit für RPG-Foren. Zur damaligen Zeit wucherten Forenrollenspiele regelrecht wie Pilze im Netz. Es gab und gibt Anbieter, welche – kostenfrei oder gegen einen geringen Obulus – das Hosting von Foren anboten. „Foren-City“, „Forumieren“ und wie sie alle hießen und heißen, hatten regelrechte Kundenanstürme. 

Doch diese Blütezeit ging leider bald vorbei. Die meisten FRPGs, die ich spielte, sind komplett offline gegangen oder verlassen (Sprich: der letzte neueste Post ist Jahre her). Einige meiner Favoriten sind noch online, aber kaum belebt – maximal spielen noch 10 Leute aktiv mit (wobei ich bei einem Forum den Verdacht habe, dass das alles Fake-Accounts des Admins sind und er alleine spielt). Was der Grund für den Niedergang war, ist unklar. Ich vermute, dass einfach der Zeitgeist sich geändert hat und das Interesse geschwunden ist.

Was auch ein großes Problem darstellte – vor allem für die Admins solcher Foren – waren Trolle und Scam-Accounts. Gerade letzteres trieb viele Foren in den Untergang. Die Scam-Accounts – meist Bots – erstellten dabei hunderte Accounts im jeweiligen Forum, teilweise innerhalb weniger Stunden. Mit diesen Accounts wurden dann in sämtlichen Unterforen, in denen es möglich war (Stichwort Schreibrechte), dubiose Links gespammt. Meist waren das Links zu Seiten, die Viagra oder andere Medikamente verkauften.

Das Problem tritt leider nicht nur bei Foren auf – auch Blogs und andere Webseiten mit Kommentar-Bereichen oder Kontaktformularen werden heute noch von Scammern überschwemmt. So habe ich bereits 2 Tage, nachdem ich diese Webseite erstellt habe, bereits 150 solcher Kommentare zum Löschen gehabt. Kommentare gebe ich allerdings erst nach Moderation frei, insofern erspare ich zumindest euch den Müll.

Aber leider war und ist es bei Foren schwieriger, das zu verhindern. Viele Foren-Admins gaben damals auf und überließen ihr Forum den Scammern oder löschten es. Eines meiner liebsten FRPGs damals war eines zu Mittelerde im 4. Zeitalter (also zeitlich nach Der Herr der Ringe). Dieses war sehr gut aufgebaut von den 2 sehr sympathischen Admins und machte auch mir viel Spaß. Leider trieben die Scammer die Beiden in den Wahnsinn, sodass das Forum eingestampft und neu aufgesetzt wurde. Allerdings führte das dann zum langsamen Absterben der Aktivität. Zuletzt waren nur noch die beiden Admins und ich aktiv. 

Stand Heute findet man kaum mehr neue – und vor allem aktive – Forenrollenspiele. Das finde ich sehr schade. Doch wer weiß? Vielleicht kommt eines Tages ja eine erneute Blütezeit für spannende Rollenspiele. 

Wie sieht es mit euch aus? Kanntet ihr das Thema vielleicht schon? Habt ihr euch selbst schon mal an einem Forenrollenspiel beteiligt? Ab in die Kommentare mit euch!

Euer 

Beriel

Artikel 13 ist durch

Heute, am 26.03.19 wurde die EU-Urheberrechtsreform – auch bekannt als Artikel 11 & Artikel 13 – beschlossen.

Trotz Gegenstimmen im Parlament, trotz Gegenstimmen im Volk. Trotz Demonstrationen und Petitionen. 

Das Volk wurde nicht nur ignoriert – Kritiker wurden zudem als gekaufte und manipulierte Bots & Trolle bezeichnet. Die CDU behauptete gar, die Demonstranten hätten 450 EUR Demogeld pro Teilnehmer von Google bekommen! 

Hauptbefürworter in Deutschland war die CDU, allen voran Herr Axel Voss

Doch was bedeutet die Reform für uns? 
Der am meisten umstrittene Teil der Reform war und ist Artikel 13. In der nun beschlossenen Fassung dieser Norm ist jetzt geregelt, dass viele der Plattformen, auf denen Nutzer Content hochladen können, zukünftig für Urheberrechtsverletzungen durch ihre Nutzer haften können. Das betrifft nicht nur Plattformen wie Youtube, sondern auch Foren, Communitys, Chats, etc.

Was ändert Artikel 13 am bisherigen Urheberrecht?
Die nun beschlossene Fassung von Artikel 13 regelt, dass alle oben genannten Plattformen zukünftig selbst für Urheberrechtsverletzungen durch ihre Nutzer haften können. Bislang sind die Nutzer unmittelbar haftbar, wenn sie Urheberrechte verletzen. Die Plattformen müssen nur reagieren und evtl. Inhalte entfernen, wenn sie über eine Rechtsverletzung informiert werden. Zukünftig sollen sie einer eigenen Haftung für Urheberrechtsverletzungen durch Dritte nur noch schwer entgehen können:

Zunächst müssen sie „beste Anstrengungen“ unternehmen, um Lizenzen der Rechteinhaber zu erhalten. Diese Regelung gilt für alle profitorientierten Plattformen, auch für die kleinsten und jüngsten. Die Lizenzen sollen dann alle Uploads durch User abdecken, die nicht selbst kommerziell handeln bzw. signifikante Einnahmen durch den Upload erhalten. Wie genau diese Kooperation zwischen Rechteinhabern und Plattformen genau funktionieren soll, darüber schweigt der Text. Es ist schwammig von Dialogen zwischen den Interessenvertretern die Rede, organisiert von der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten.

Nicht alle Rechteinhaber werden bereit sein, solche Lizenzen zu vergeben und sollen hierzu auch nicht gezwungen werden. Daher sollen in einem zweiten Schritt zumindest die Plattformen, die älter als 3 Jahre sind oder mehr als 10 Millionen Euro jährlichen Umsatz erwirtschaften, „beste Anstrengungen“ unternehmen, um dafür zu sorgen, dass nicht lizenzierte Werke, die Rechteinhaber bei den Plattformen eingereicht haben, nicht mehr hochgeladen werden können. Die einzige Möglichkeit, dies zu bewerkstelligen, ist es, eine neue, noch nicht existente Art von Upload-Filtern einzusetzen – auch wenn dies nicht explizit im Text steht – und von der CDU auch geleugnet wird, dass das gewollt sei. Doch eine andere Möglichkeit, die geforderten Rahmenbedingungen sicherzustellen, kann keiner nennen. Somit bleiben Uploadfilter die einzige logische Lösung, die übrig bleibt. Doch statt erst einmal dieses Thema zu lösen, sich damit zu befassen und technisches Verständnis zu erarbeiten, macht die CDU einfach ihr Ding – und beweist dabei durch extrem peinliche Tweets & Interviews von Hr. Voss ihre Inkompetenz.

Beispiele gefällig?

– Bei einer Debatte auf Twitter äußert ein User Kritik am Verhalten der CDU. Antwort eines CDU-Politikers:

Ich habe aber mehr Follower als Sie.

– In einem anderen Tweet behauptet die CDU, jeder Demonstrant hätte 450 Euro bekommen – von Gegnern der Reform. Beweis konnte er keine nennen.

– Axel Voss meint in einem Interview, Google hätte eine Rubrik für Memes, die würde weiterhin funktionieren. Dass diese „Rubrik“ aber ein SUCHVORSCHLAG ist und sich auf Ergebnisse von anderen Webseiten bezieht – welche widerrum durch die Filterung betroffen wären – entgeht seinem Wissensstand. 

– Die CDU nennt alle Demonstranten und Kritiker in einem Tweet „Bots“ und durch Google beeinflusste Trolle. Die Leute, die die Petition unterschrieben haben, hätten keine Ahnung und seien einfach nur zu jung und zu leicht zu beeinflussen durch die falschen Medienberichte.

 

Was ist denn das Problem mit „Upload-Filtern“?

So, wie es von den ahnungslosen Politikern angedacht ist, funktioniert es bisher technisch nicht. Die bisherigen Filtermöglichkeiten sind fehlerbehaftet, wenn sie denn überhaupt funktionieren. Beispiel: Youtube verwendet schon länger einen solchen Filter, genannt Content-ID. Dieser Filter ist aber bekannt dafür, gerne z.B. Parodien als Verstoß zu sperren. 

Außerdem kann es sich nicht jede Plattform finanziell leisten, solch technisch aufwendige Filter einzubinden. Gerade Foren z.B. müssten gegebenfalls komplett offline gehen, um der Gefahr eines Verstoßes gegen A13 vorbeugend aus dem Weg zu gehen. Das würde das Ende vieler Plattformen bedeuten.

Parodien, Memes, Mods für Spiele, Konzertaufnahmen und selbst Selfies sind gefährdet und können nicht mehr ohne weiteres hochgeladen werden. 

Das Internet, wie wir es kennen, wird es mit solchen Maßnahmen nicht mehr geben. 

Was kann ich tun?
Artikel 13 mag beschlossen sein, aber: Es finden weiterhin Demos statt. Nehmt daran teil! 

Und das wichtigste: Vom 23.05. – 26.05.19 sind Wahlen. Geht hin! Wenn die Parteien uns bei den Demos und Petitionen ignoriert haben, werden sie hier unsere Stimmen hören müssen. Wählt weise – aber nicht die CDU! Gegen Artikel 13 gestimmt haben übrigens: Die Piraten, die PARTEI & Die LINKE. Gebt eurer Stimme die Macht, über unsere Zukunft zu bestimmen! 

Alle weiteren Informationen zu Artikel 13 und der aktuellen Lage findet ihr unter:

https://savetheinternet.info

 

Quellen: https://www.wbs-law.de/urheberrecht/artikel-13-analyse-der-hintergruende-pro-und-contra-argumente-sowie-alternativen-79862/

#SaveyourInternet

 

Euer Beriel

Meine Gaming-Erinnerungen #01: Age of Empires 2 gegen meinen Vater

Hallöchen, liebe Leser!

In dieser Reihe möchte ich euch von meinen besonderen Erinnerungen im Bezug auf Gaming erzählen. Das können besonders lustige Momente sein, Bugs die mich geärgert haben oder auch ein Moment, wo ich mich besonders erschrocken habe. 

In diesem ersten Teil möchte ich von meinen vielzähligen Runden AoE2 gegen meinen Vater erzählen.

In meinen Jugendjahren (Kurz nachdem wir das Rad erfunden haben) war Age of Empires 2 der Renner, wenn es um Echtzeit-Strategie ging. Kaum eine LAN-Party kam ohne dieses Schmuckstück der Gaming-Geschichte aus. Auch mein Vater und ich entdeckten den Spaß daran. 

Anfangs hatten wir nur einen Rechner, der mit dem Internet verbunden war, nämlich den Rechner meines Vaters. Als er dann eines Tages ein LAN-Kabel durch die Wohnung verlegte, um meinen damaligen Rechner mit seinem zu verbinden, fanden wir schnell die Möglichkeit für uns, gemeinsam zu spielen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren unsere Gamingwelten strikt von einander getrennt. Mit AoE2 änderte sich das.

Mein Vater investierte Stunden in die Einrichtung eines funktionierenden Heimnetzwerkes. Dass es so lange dauerte, lag zum Einen an unserer damals mangelnden technischen Erfahrung und zum Anderen an Windows 98, welches sich dahingehend eher als zickig erwies. Letztlich schafften wir es und bald darauf wollten wir dann spielen. Doch dann kam das nächste Hindernis: Wir hatten 2 Computer, aber nur eine CD-ROM mit dem Spiel. Und zu damaligen Zeiten gab es noch kein Steam. Kopierschutz war damals noch ganz klassisch: Die CD muss im Laufwerk sein, damit das Spiel startet. Eine weitere CD kaufen kam für meinen Vater nicht in Frage. Er sah es nämlich nicht ein, zwei Mal für EIN Spiel zu zahlen. Und da war er stur. Es hieß also: Entweder einen Weg finden, wie wir mit einer Disk auskamen, oder auf den Multiplayer verzichten. Da ich das aber unbedingt mal machen wollte, dachte ich nach. Und ich fand eine Lösung, indem ich es ausprobierte. Ich legte die Disk ein, startete bei mir das Spiel und während es lief, holte ich die CD raus. Eilig lief ich zu meinem Vater, stecke die Disk bei ihm in den Rechner und startete das Spiel. Dann zurück zu meinem Rechner, wo ich den Host einrichtete, dem mein Vater dann folgte. Tatsächlich funktionierte es: Das Spiel lief bei mir ohne Disk weiter und mein Vater konnte mit der Disk booten und nach-joinen. Unsere erste Runde begann. 

Es war eine schnelle Runde. Mein Vater kannte sich in dem Spiel kaum aus, was ich gnadenlos als Vorteil nutzte. Nach einer halben Stunde war es auch schon vorbei.

Doch mein Vater fing dann an, das Spiel im Einzelspieler zu studieren und zu lernen, sodass schon bei unserer zweiten Runde er mir gnadenlos den Arsch versohlte und meine Stadt dem Erdboden gleichmachte. 

Das Lustigste daran war aber, dass ich irgendwann dann bei einer Runde anfing, aus Jux meine eigene Stadt einzureißen, als ich am Verlieren war. Ich markierte Gebäude und Einheiten und drückte die ENTF-Taste, was die Eihneiten und Gebäude zerstörte. Oder ich ging direkt über das Menü auf Kapitulieren. Anfangs war mein Vater dann ob dieses unsportlichen Verhaltens sauer, nahm es aber doch mit Humor, sodass er das Verhalten bald schon selbst migrierte und bei drohendem Verlust seinerseits die Selbstzerstörung einleitete. 

Noch heute denke ich gerne an diese Runden zurück, die auch mal 3-5 Stunden gehen konnten, wenn wir uns intensiv damit befassten.

Ich hoffe, ihr konntet ein wenig über diese Erinnerung schmunzeln.

Euer

Beriel

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